20-300: kl. Teller Tsuru, rot
Kishu-Lackwaren: Ein Wegweiser für Kuroe-nuri
Kishu-Lackwaren sind Kunsthandwerkserzeugnisse, die repräsentativ für Japan stehen – so sehr, dass das Wort für Lackwaren im Englischen sogar „Japan“ lautet.
Sie werden bereits im Man’yōshū (der ältesten Anthologie japanischer Gedichte) erwähnt. Der Name „Kuroe“ leitet sich von einem „schwarzen Felsen“ ab, der bei Flut wie ein in das Meer ragendes Horn aussah. Die Stadt Kuroe, gesegnet mit der Sonne des Südens und dem Kuroshio-Strom, entwickelte sich entlang der Kamiguchi-Straße, die im zweiten Jahr der Bunka-Ära (1805) angelegt wurde.
Bereits in der Muromachi-Zeit (1336–1573) etablierten sich hier Techniken der Holzbearbeitung, und durch die Einführung der Negoro-nuri-Lackiertechnik florierte die Produktion von Lackwaren.
Während der Edo-Zeit (1603–1867) genossen die Lackwaren den Schutz des Kishu-Clans. Durch die Eröffnung der Kumano-Straße, die daraus resultierende Markterweiterung und die Einführung von Maki-e (Lackverzierung mit Gold- oder Silberpuder) wurde „Kuroe-nuri“ landesweit bekannt.
Auch heute noch entwickeln wir unter Bewahrung dieser Traditionen ein breites Spektrum an Produkten, darunter Essgeschirr und Küchenutensilien, während wir gleichzeitig neue Technologien integrieren.







